Willkommen auf dem Blog von Philipp v. Brandenstein: Schwerpunktthemen sind deutsche und internationale Politik sowie Integration, Migration, Vielfalt und die Zukunft der offenen Gesellschaft.
Dienstag, 31. Mai 2016
Die AfD fremdelt mit Deutschland
Die AfD kann die Nationalelf nicht lieben. Das wissen wir jetzt und das
war auch zu erwarten. Das größere Problem ist, dass die angeblichen
Patrioten Deutschland selbst nicht lieben können. Zu diesem Deutschland
in seiner realen Ausprägung, mit seinen Menschen, seinem im Grundgesetz
festgeschriebenen Wertekanon samt Bekenntnis zur Religionsfreiheit und
zur europäischen Einigung, seiner festen Verankerung im Westen und nicht
zuletzt seiner ziemlich kompromisslosen Aufarbeitung
deutscher Schuld im Nationalsozialismus können sich die
Rechtsalternativen nicht bekennen. Dieses reale Deutschland ist ihnen
fremd und letztlich zutiefst zuwider. Stattdessen phantasiert die AfD
von einem alternativen Mythen-Deutschland, dass es nicht gibt, nicht
geben wird und so, wie es sich Gauland und Storch imaginieren, auch in
der Vergangenheit nie gegeben hat. Die zum Ausdruck gebrachte Abneigung
der AfD gegen die deutsche Nationalmannschaft gilt pars pro toto und
steht damit für die größere Einheit, welche durch die Nationalmannschaft
repräsentiert wird: Deutschland.
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