Willkommen auf dem persönlichen Blog von Philipp Freiherr von Brandenstein: Schwerpunktthemen sind die politische Kultur in Deutschland und Europa, insbesondere die deutsche und internationale Politik sowie die Themen Sicherheit und Verteidigung, Freiheit und Vielfalt sowie die Zukunft der offenen Gesellschaft.
Dienstag, 31. Mai 2016
Die AfD fremdelt mit Deutschland
Die AfD kann die Nationalelf nicht lieben. Das wissen wir jetzt und das
war auch zu erwarten. Das größere Problem ist, dass die angeblichen
Patrioten Deutschland selbst nicht lieben können. Zu diesem Deutschland
in seiner realen Ausprägung, mit seinen Menschen, seinem im Grundgesetz
festgeschriebenen Wertekanon samt Bekenntnis zur Religionsfreiheit und
zur europäischen Einigung, seiner festen Verankerung im Westen und nicht
zuletzt seiner ziemlich kompromisslosen Aufarbeitung
deutscher Schuld im Nationalsozialismus können sich die
Rechtsalternativen nicht bekennen. Dieses reale Deutschland ist ihnen
fremd und letztlich zutiefst zuwider. Stattdessen phantasiert die AfD
von einem alternativen Mythen-Deutschland, dass es nicht gibt, nicht
geben wird und so, wie es sich Gauland und Storch imaginieren, auch in
der Vergangenheit nie gegeben hat. Die zum Ausdruck gebrachte Abneigung
der AfD gegen die deutsche Nationalmannschaft gilt pars pro toto und
steht damit für die größere Einheit, welche durch die Nationalmannschaft
repräsentiert wird: Deutschland.
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Montag, 23. Mai 2016
Die Proeuropäer argumentieren ökonomisch, doch Europa braucht eine emotionale Botschaft
Ökonomisch spricht alles für die Mitgliedschaft in der Europäischen
Union. Darauf bauen die Gegenr des Brexit. Die Behauptung ist inhaltlich kaum angreifbar. Das ist auch den Gegnern der EU bekannt. Natürlich würde einem
Austritt absehbar eine ökonomische Krise und eine unabsehbar lange Phase
wirtschaftlicher und politischer Unsicherheit folgen. Auf eine rein
ökonomische Argumentation können sich Europa und die Proeuropäer aber
dennoch nicht mehr beschränken. Die Gegner Europas haben das Feld der
Ökonomie längst geräumt und operieren sehr erfolgreich mit emotionalen,
teils irrationalen, Bildern und Begriffen. Wollen die Europäer diesen
Kampf nicht verlieren, müssen sie den Panikmachern, den
Reinheits-Nostalgikern und Neo-Nationalisten mit einem eigenen,
ebenfalls emotional besetzten, Narrativ entgegentreten. Der europäische
Gedanke muss überführt werden in eine erneuerte und greifbare (!) Vision, welche
die Menschen Europas wieder für das grosse Friedens- und
Freiheitsprojekt begeistern kann.
Österreich: Das historische Versagen von ÖVP und SPÖ
Die Stimmen werden noch immer gezählt. Die Wahl werden die Auslandsösterreicher entscheiden, deren Briefwahlunterlagen zuletzt ausgezählt werden. Dass es überhaupt so weit kommen musste, ist nicht zuletzt auch das Ergebnis eines fragwürdigen taktischen Verhaltens von ÖVP und SPÖ. In Österreich konnten sich weder die Konservativen noch die mit ihnen
regierenden Sozialdemokraten zu einer offiziellen Wahlempfehlung für
Alexander van der Bellen durchringen. Offenbar spekulieren beide
Parteien längst auf die Möglichkeit einer Koalition mit der FPÖ. Dieser
verantwortungslose Opportunismus spricht Bände über den gegenwärtigen
Zustand von ÖVP und SPÖ. Das Versagen der beiden ehemaligen
Volksparteien könnte sich als historisch erweisen. Die österreichische
Demokratie muss nun auf andere gesellschaftliche Kräfte hoffen.
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Freitag, 20. Mai 2016
Die türkische Zivilgesellschaft muss jetzt unser Ansprechpartner sein
"Die von Erdogan und der AKP durchgesetzte kollektive Immunitätsaufhebung
von Parlamentariern ist eine Aufkündigung der parlamentarischen
Demokratie. Sie gibt den
Staatsanwaltschaften die Macht, darüber zu entscheiden, welcher gewählte
Abgeordnete sein Mandat ausüben kann und welcher nicht." So kommentierte der CDU-Politiker Rupprecht Polenz die heutige Abstimmung im türkischen Parlament.
Es ist in der Tat ein verheerender Tag für die demokratische Türkei. Dies gilt umso mehr, als dass Teile der Opposition dieses Manöver mittragen. Die türkische Zivilgesellschaft bedarf mehr denn je der Unterstützung. Deren Vertreter sollten in Zukunft die primären Ansprechpartner deutscher und europäischer Politik sein. Viele Menschen in der Türkei bauen auf eine demokratische und europäische Zukunft, sie hoffen auf die Freiheit. Wir dürfen sie nicht enttäuschen.
Es ist in der Tat ein verheerender Tag für die demokratische Türkei. Dies gilt umso mehr, als dass Teile der Opposition dieses Manöver mittragen. Die türkische Zivilgesellschaft bedarf mehr denn je der Unterstützung. Deren Vertreter sollten in Zukunft die primären Ansprechpartner deutscher und europäischer Politik sein. Viele Menschen in der Türkei bauen auf eine demokratische und europäische Zukunft, sie hoffen auf die Freiheit. Wir dürfen sie nicht enttäuschen.
Fritz Stern
Nach einem langen und produktiven Leben ist nun also auch seine Zeit
gekommen. "Fünf Deutschland und ein Leben" hatte mir damals mein Chef in
Berlin geschenkt. Später las ich Sterns grossartige Abhandlung über
Bismarck und seinen Bankier Bleichröder.
Der mit seiner Familie aus Deutschland vertriebene Fritz Stern selbst wurde nach seiner Auswanderung ein begeisterter und stolzer Amerikaner, Deutschland aber war und blieb sein Lebensthema. Und was die Zukunft dieses Landes anging, so blieb er bis zum Schluss Optimist. Er wusste, was für ein grosses Glück die Entwicklung zu einem demokratischen und europäischen Deutschland bedeutete, für Deutschlands Nachbarn, aber vor allem für die Deutschen selbst. Die Alternative zu Europa ist Krieg. Kaum jemand wusste das besser und erklärte es eindrücklicher als Fritz Stern. Seine Stimme wird uns fehlen. Möge er in Frieden ruhen.
Der mit seiner Familie aus Deutschland vertriebene Fritz Stern selbst wurde nach seiner Auswanderung ein begeisterter und stolzer Amerikaner, Deutschland aber war und blieb sein Lebensthema. Und was die Zukunft dieses Landes anging, so blieb er bis zum Schluss Optimist. Er wusste, was für ein grosses Glück die Entwicklung zu einem demokratischen und europäischen Deutschland bedeutete, für Deutschlands Nachbarn, aber vor allem für die Deutschen selbst. Die Alternative zu Europa ist Krieg. Kaum jemand wusste das besser und erklärte es eindrücklicher als Fritz Stern. Seine Stimme wird uns fehlen. Möge er in Frieden ruhen.
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Mittwoch, 18. Mai 2016
Gesprächsangebot: Der Zentralrat der Muslime stellt die AfD
Die Einladung des Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) an die AfD
steht und bringt die AfD unter Zugzwang - und das von gleich zwei
Seiten: Für all die völkischen Rassisten und stumpfen Fremdenfeinde in
der AfD war allein die Erwägung der Parteispitze, das Dialogangebot der
Muslime anzunehmen, ein himmelschreiender Verrat an der vermeintlich
gemeinsamen Sache. Für jene bürgerlichen Schichten hingegen, die in der
AfD immer noch eine konservative und potentiell konstruktive
Partei sehen, wäre die Verweigerung eines bloßen Gespräches mit den
Muslimen ein Beleg, dass die AfD doch viel weiter rechts steht und die
Ausgrenzung einer ganzen Bevölkerungsgruppe viel pauschaler und
kategorischer betreibt, als von deren Vertretern in Talkshows und
Interviews gemeinhin behauptet wird. Eine Ablehnung des
Gesprächsangebotes könnte die AfD also massiv Stimmen kosten und gerade
deren bürgerlichen Gegner ein schlagendes Argument bieten.
Keine Frage: Die AfD steht angesichts dieser Situation unter Stress. Bisher wollten Petry und Gauland es allen recht machen, den Rechtsradikalen und den Konservativen. In diesem Fall wird das aber kaum möglich sein. Der doppelte Druck ist offenbar so hoch, dass einige AfD-Helden bereits die Formation verlassen und sich wie Alice Weidel unter fadenscheinigen Argumenten dem Gespräch verweigern, um sich zumindest persönlich aus der innerparteilichen Schusslinie zu nehmen. Herr Mazyek weiss um die Bruchlinien innerhalb der rechtsalternativen "Bewegung". Und er agiert angesichts dieser Lage nicht nur außerordentlich geschickt, sondern auch inhaltlich konsistent. Denn tatsächlich gilt es, die AfD zu stellen und deren Vertreter mit ihren eigenen Aussagen sowie organisatorischen Verstrickungen in extremistische Milieu zu konfrontieren. Dem Zentralrat der Muslime in Deutschland gelingt, woran Journalisten und Politiker der Regierungsparteien so oft scheitern.
Keine Frage: Die AfD steht angesichts dieser Situation unter Stress. Bisher wollten Petry und Gauland es allen recht machen, den Rechtsradikalen und den Konservativen. In diesem Fall wird das aber kaum möglich sein. Der doppelte Druck ist offenbar so hoch, dass einige AfD-Helden bereits die Formation verlassen und sich wie Alice Weidel unter fadenscheinigen Argumenten dem Gespräch verweigern, um sich zumindest persönlich aus der innerparteilichen Schusslinie zu nehmen. Herr Mazyek weiss um die Bruchlinien innerhalb der rechtsalternativen "Bewegung". Und er agiert angesichts dieser Lage nicht nur außerordentlich geschickt, sondern auch inhaltlich konsistent. Denn tatsächlich gilt es, die AfD zu stellen und deren Vertreter mit ihren eigenen Aussagen sowie organisatorischen Verstrickungen in extremistische Milieu zu konfrontieren. Dem Zentralrat der Muslime in Deutschland gelingt, woran Journalisten und Politiker der Regierungsparteien so oft scheitern.
Freitag, 13. Mai 2016
AfD: Abgrenzung der AfD ist konsequent und dringend geboten.
Die AfD-Politikerin Christina Baum aus Lauda-Königshofen
(Main-Tauber-Kreis) versteht die Wahl von Frau Muhterem Aras (Grüne) als
"Angriff auf uns als AfD, weil wir in
unserem Programm ganz klar geäußert haben: Der Islam gehört nicht zu
Deutschland." So äußerte sich Baum im SWR-Magazin "Zur Sache
Baden-Württemberg". Eine Muslimin (Anmerkung: Frau Aras ist eine
kurdischstämmige Alevitin) als Landtagspräsidentin sei für sie "ein ganz
klares Zeichen, dass die Islamisierung Deutschlands in vollem Gang
ist." Baum verteidigte auch ihre Äußerung, mit der sie bundesweit für
Schlagzeilen sorgte. "Ich stehe weiterhin zu dem Begriff des
schleichenden Genozids an der deutschen Bevölkerung durch die falsche
Flüchtlingspolitik der Grünen. Der Genozid bezeichnet nach einer
UN-Resolution die Absicht, eine nationale, ethnische, religiöse Gruppe
teilweise oder ganz zu zerstören. Und diese Absicht unterstelle ich den
Grünen."
Frau Christina
Baum ist die AfD-Politikerin, welcher der baden-württembergische
SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Drexler nicht die Hand geben wollte.
Herr Drexler erhielt im Nachgang dieser Episode eine Morddrohung. Das
kann nun jeder und jede für sich einordnen. Ich glaube, eine klare und
solidarische Abgrenzung aller demokratischen Parteien von Nationalisten,
geistigen Brandstiftern und Rassisten ist konsequent und dringend
geboten.
Mittwoch, 11. Mai 2016
Schüsse auf syrische Flüchtlinge: Europa muss mehr Verantwortung wagen
Türkische Grenzsoldaten haben laut Human Rights Watch auf syrische
Flüchtlinge geschossen. Fünf seien gestorben, darunter auch ein Kind.
Das meldet "Die Zeit" unter Berufung auf die Menschenrechts-NGO. Tragödie oder Verbrechen? Wir wissen es noch nicht. Aber wir müssen es
wissen wollen und wir dürfen es nicht beschweigen. Der Deal mit der
Türkei droht zu einem Desaster zu werden. Die Europäer sollten stärker
auf ihre eigene Kraft zur Lösung der Krise vertrauen statt auf eine
Regierung in Ankara, die immer offensichtlicher kein vertrauenswürdiger
und verlässlicher Partner mehr sein will. Natürlich: Das würde bedeuten,
höhere Lasten zu schultern und mehr Verantwortung zu tragen, aber sind
wir das den von uns vertretenen Werten der Humanität und Menschenwürde
nicht schuldig?
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Dienstag, 10. Mai 2016
9. Mai - Nie wieder Krieg
In Moskau feierte man am 9. Mai mit großem Pomp den Tag des
Sieges über das nationalsozialistische Deutschland, welches bereits am
8. Mai 1945 bedingungslos kapituliert hatte. Nach der Lesart des
sowjetischen und des neoimperial-russischen Narrativs begann dieser
Weltkrieg am 22. Juni 1941, dem Tag, an dem Hitler die Sowjetunion
überfiel. In vielen Ländern Mittel- und Osteuropas, erinnert man sich anders. Dort ist der 1. September 1939 präsent. Deutschland und die UdSSR, verbunden und verbündet durch den Hitler-Stalin-Pakt, der nicht nur ein Nichtangrifspakt war, sondern in einem geheimen Zusatzprotokoll die Aufteilung jenes Raumes im Osten Europas regelte, für den der Historiker Timothy Snyder später den Begriff "Bloodlands" prägen sollte.
Aber auch in Westeuropa reicht die Erinnerung an den 2. Weltkrieg weiter als im Moskau dieser Tage. Der 9. Mai gilt hier ebenfalls als Schicksalstag. Am 9. Mai 1940 gab Hitler den finalen Befehl zum sogenannten Plan Gelb: In der Nacht vom 9. auf den 10. Mai marschierten deutsche Verbände in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg ein, um auf diesem Wege Frankreich zu erreichen. Hitler war dieser Angriff mit der gesamten Macht der deutschen Militärmaschinerie nur möglich, da er durch den Hitler-Stalin-Pakt abgesichert und durch die folgenden Aufteilung Osteuropas begünstigt sich auf nur eine einzige Front konzentrieren konnte. Winston Churchill in seinen Erinnerungen: "Am 10. Mai 1940 war die Lage wesentlich anders. Der Feind hatte sich die Muße von acht Monaten und die Vernichtung Polens zunutze gemacht, hatte etwa 155 Divisionen bewaffnet, ausgerüstet und ausgebildet, darunter zehn Panzerdivisionen. Hitlers Verständigung mit Stalin hatte es ihm ermöglicht, die deutschen Streitkräfte im Osten auf ein Mindestmaß herabzusetzen".
Am 22. Juni 1940 musste das geschlagene Frankreich den Waffenstillstand unterzeichnen. Grossbritannien stand in der Folge allein gegen Hitler und kämpfte um sein Überleben. Die Sowjetunion befand sich in dieser Zeit gegenüber dem Vereingten Königreich in einem Zustand "feindseliger Neutralität Hitler tätige Hilfe leistend", wie Churchill es zurückhaltend nannte. Den Titel "Allein" aber nicht ohne Grund wählte Winston Churchill für das zentrale Kapitel seiner Kriegserinnerungen, welches den Zeitraum vom 10. Mai 1940 bis zum 22. Juni 1941 behandelt.
Noch immer leidet Europa an geteilter Erinnerung, an nationalistischen Mythen und an verdrängter Schuld. Europa braucht eine geteilte Erinnerungskultur, die den Schrecken des Krieges verdeutlicht und Lehren für die Zukunft zulässt. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus. Das muss mehr sein als ein Lippenbekenntnis. Und mehr als eine Projektionsfläche für nationale (und nationalistische) Mythen.
Aber auch in Westeuropa reicht die Erinnerung an den 2. Weltkrieg weiter als im Moskau dieser Tage. Der 9. Mai gilt hier ebenfalls als Schicksalstag. Am 9. Mai 1940 gab Hitler den finalen Befehl zum sogenannten Plan Gelb: In der Nacht vom 9. auf den 10. Mai marschierten deutsche Verbände in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg ein, um auf diesem Wege Frankreich zu erreichen. Hitler war dieser Angriff mit der gesamten Macht der deutschen Militärmaschinerie nur möglich, da er durch den Hitler-Stalin-Pakt abgesichert und durch die folgenden Aufteilung Osteuropas begünstigt sich auf nur eine einzige Front konzentrieren konnte. Winston Churchill in seinen Erinnerungen: "Am 10. Mai 1940 war die Lage wesentlich anders. Der Feind hatte sich die Muße von acht Monaten und die Vernichtung Polens zunutze gemacht, hatte etwa 155 Divisionen bewaffnet, ausgerüstet und ausgebildet, darunter zehn Panzerdivisionen. Hitlers Verständigung mit Stalin hatte es ihm ermöglicht, die deutschen Streitkräfte im Osten auf ein Mindestmaß herabzusetzen".
Am 22. Juni 1940 musste das geschlagene Frankreich den Waffenstillstand unterzeichnen. Grossbritannien stand in der Folge allein gegen Hitler und kämpfte um sein Überleben. Die Sowjetunion befand sich in dieser Zeit gegenüber dem Vereingten Königreich in einem Zustand "feindseliger Neutralität Hitler tätige Hilfe leistend", wie Churchill es zurückhaltend nannte. Den Titel "Allein" aber nicht ohne Grund wählte Winston Churchill für das zentrale Kapitel seiner Kriegserinnerungen, welches den Zeitraum vom 10. Mai 1940 bis zum 22. Juni 1941 behandelt.
Noch immer leidet Europa an geteilter Erinnerung, an nationalistischen Mythen und an verdrängter Schuld. Europa braucht eine geteilte Erinnerungskultur, die den Schrecken des Krieges verdeutlicht und Lehren für die Zukunft zulässt. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus. Das muss mehr sein als ein Lippenbekenntnis. Und mehr als eine Projektionsfläche für nationale (und nationalistische) Mythen.
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