Ein verwegener Gedanke: Angela Merkel hätte der FDP statt Dienstwagen
und Ministerien auch ein großes Reformprojekt anbieten können.
Das
hat sie bekanntermaßen nicht getan. Vielleicht, weil sie es nicht
wollte. Vielleicht, weil sie einen solchen Preis als unangemessen
empfand. Vielleicht, weil sie ein solches Angebot, bedrängt durch CSU
und parteiinterne Kritiker, gar nicht mehr machen kann.
Zu einem
gewissen Grad trifft sicher jeder der genannten Punkte zu. Was nun
letztlich den Ausschlag gab, werden wir wohl nie erfahren. Was wir
wissen: Die Bundeskanzlerin hat vorerst keine Mehrheit, dafür aber die
Gewissheit, dass die FDP nicht mehr billig zu haben ist.
Willkommen auf dem persönlichen Blog von Philipp Freiherr von Brandenstein: Schwerpunktthemen sind die politische Kultur in Deutschland und Europa, insbesondere die deutsche und internationale Politik sowie die Themen Sicherheit und Verteidigung, Freiheit und Vielfalt sowie die Zukunft der offenen Gesellschaft.
Donnerstag, 23. November 2017
Dienstag, 21. November 2017
Nur Traumatisierte - Warum Jamaika letztlich scheitert
Die deutsche Parteienlandschaft vermittelt dieser Tage ein verstörendes Bild:
In der CDU gibt es noch immer nicht die geringste Bereitschaft zu Reformen. Zu tief sitzt insbesondere bei Angela Merkel seit 2005 die Angst, für Reformprojekte vernichtend abgestraft zu werden.
In der FDP gibt es noch immer nicht das geringste Vertrauen gegenüber Union. Zu tief sitzt bei den Liberalen die Angst, von der Union übervorteilt, ignoriert und vorgeführt zu werden. Angela Merkel hat es bis zuletzt nicht vermocht, dieses grundlegende Mißtrauen der Freien Demokraten zu entkräften.
Und in der CSU gibt es mit Blick auf die Landtagswahlen in Bayern ganz generell nicht die geringste Bereitschaft, konstruktiv in einer Bundesregierung mitzuarbeiten. Schon gar nicht in einer Bundesregierung unter der Beteiligung der Grünen, aber auch nicht in einer Bundesregierung mit einer nicht mehr wehrlosen FDP, die sich zudem als Reformkraft und Ausgaben-Kritiker profilieren möchte, und eigentlich auch nicht mit einer Bundeskanzlerin Merkel. Zu tief sitzt in München die Angst vor eigentlich allem, was die nähere Zukunft verheißt.
Eine noch grössere Angst vor der Zukunft und vor der Verantwortung für die Gegenwart hat sonst nur noch die SPD. Auch hier nur Traumatisierte.
Mit dieser Konstellation wird schwierig. Daran werden auch Neuwahlen nichts ändern.
In der CDU gibt es noch immer nicht die geringste Bereitschaft zu Reformen. Zu tief sitzt insbesondere bei Angela Merkel seit 2005 die Angst, für Reformprojekte vernichtend abgestraft zu werden.
In der FDP gibt es noch immer nicht das geringste Vertrauen gegenüber Union. Zu tief sitzt bei den Liberalen die Angst, von der Union übervorteilt, ignoriert und vorgeführt zu werden. Angela Merkel hat es bis zuletzt nicht vermocht, dieses grundlegende Mißtrauen der Freien Demokraten zu entkräften.
Und in der CSU gibt es mit Blick auf die Landtagswahlen in Bayern ganz generell nicht die geringste Bereitschaft, konstruktiv in einer Bundesregierung mitzuarbeiten. Schon gar nicht in einer Bundesregierung unter der Beteiligung der Grünen, aber auch nicht in einer Bundesregierung mit einer nicht mehr wehrlosen FDP, die sich zudem als Reformkraft und Ausgaben-Kritiker profilieren möchte, und eigentlich auch nicht mit einer Bundeskanzlerin Merkel. Zu tief sitzt in München die Angst vor eigentlich allem, was die nähere Zukunft verheißt.
Eine noch grössere Angst vor der Zukunft und vor der Verantwortung für die Gegenwart hat sonst nur noch die SPD. Auch hier nur Traumatisierte.
Mit dieser Konstellation wird schwierig. Daran werden auch Neuwahlen nichts ändern.
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