Peter Radunski, der frühere CDU-Bundesgeschäftsführer, fordert von seiner Partei, die Isolation der AfD aufzuheben. Die Union solle lieber Koalitionen mit der rechten Partei bilden, am besten gleich nach den anstehenden Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern.
Der Vorschlag geht ins Leere. Weder CDU noch CSU werden mit der AfD koalieren. In beiden Parteien ist
man sich im Klaren darüber, dass die Christdemokratie in einem solchen
Fall ihren Status als grosse Volkspartei dauerhaft einbüssen würde. Eine
Partei, die völkische Nationalisten zu Regierungsämtern verhelfen
würde, wäre für einen Grossteil ihrer Wähler nicht wählbar. Das gilt
auch und insbesondere für kirchlich gebundene Christen. Wichtiger
erscheint, dass sich die Union von den Rechtsalternativen nicht mehr die
Themen und teilweise sogar die zweifelhafte Wortwahl diktieren lässt.