AfD-Bundeschef Jörg Meuthen hält nichts von einer strikten Abgrenzung seiner Partei
von der NPD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Man könne sich ganz im Gegenteil auch eine Unterstützung der rechtsextremen NPD vorstellen, so meldet es heute die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Dass die AfD sich auch weiterhin nicht konsequent von Rechtsextremisten
abgrenzt, ist keine Neuigkeit. Interessant ist vielmehr, dass Herr
Meuthen mit dieser Wortmeldung nicht nur um die Stimmen radikaler
Wutbürger wirbt, sondern auch dem harten neonazistischen Bewegungsmilieu
ein Angebot nach dem Motto "Getrennt marschieren, vereint schlagen"
unterbreitet: Agitiert nicht gegen uns, ruft Meuthen der NPD zu. Denn
kommen wir erst in die Parlamente, dann heben wir Eure politische
Isolation Schritt für Schritt auf, beenden Eure Quarantäne und wenden
uns konsequent gegen Programme und Massnahmen gegen Rechtsextremismus.
Herr Meuthen signalisiert damit auch dem völkisch-nationalistischen
Flügel der AfD seine Unterstützung. Der vermeintlich doch so bürgerliche
FH-Professor Meuthen zeigt dem Wähler wie auch der in Machtkämpfen
steckenden AfD seine ruchlose Seite. Denn er und alle seine
Parteifreunde wissen, dass eine rechte Partei mit Skrupeln irgendwelcher
Art nur wenig erreichen kann.