Vor einigen Wochen kündigte das
Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL eine investigative Reportage über das Innenleben
der Führungsspitze der AfD an. Mittels der Auswertung riesiger Konvolute an geleakten
Emails , welche die Führungsfiguren der „Alternative für Deutschland“ über den
Verlauf zweier Jahre miteinander austauscht hatten, sollte dargelegt werden,
wie opportunistisch und skrupellos Parteichef Lucke und die Seinen bereits seit
dem Zeitpunkt der Parteigründung am rechten Rand fischten.
Der Beitrag war handwerklich sauber
und ordentlich. Der SPIEGEL gab sich hier erwartungsgemäß keine Blöße. Die
genutzten Quellen waren authentisch, der Inhalt wurde offensichtlich korrekt zitiert
und ohne weitere unnötige Effekthascherei interpretiert. Auch die untersuchungsleitende
These, wonach die AfD von Anfang bereit gewesen wäre, die Geschmacksmuster
eines reaktionären und ressentimentgeladenen Wutbürgertums zu bedienen und zu
katalysieren, wurde eindeutig belegt.
Aus dem regen Email-Verkehr des -
mittlerweile zum alleinigen AfD-Vorsitzenden gewählten - beurlaubten
Ökonomieprofessors Bernd Lucke mit seinen Führungskadern wurde in der Tat
ersichtlich, dass seitens der sich eigentlich bieder gebenden AfD-Gründer schon
sehr früh versucht wurde, an fremdenfeindliches und nationalistisches
Gedankengut anzuknüpfen. Auch dass dieser fragwürdige Ansatz von der
Parteiführung im Zuge der Abschwächung der Euro-Krise nochmals radikalisiert
wurde, um den Mobilisierungs- und Wirkungsgrad der neuen Partei zu erhalten und auszuweiten, ließ sich anhand
des Emailverkehrs zweifelsfrei nachzeichnen. Eine ordentliche dokumentarische
Leistung. Doch bedurfte es tatsächlich der Auswertung riesiger Konvolute
interner Emails, um die eigentlich doch längst offenkundige Einsicht belegen zu
können, dass die AfD zumindest aus taktischen und opportunistischen Motiven
heraus im Trüben fischte?
Die Tatsache, dass die AfD attraktiv für Wähler rechts der Mitte sein will und dass
dieses Angebot von den adressierten Wutbürgern auch vielfach angenommen wurde, war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
bereits zu offenkundig und konnte eigentlich niemandem entgangen sein, der in den
vergangenen Monaten auch nur an einem einzigen Wahlplakat der Rechtsalternativen
vorübergegangen war. Mehr noch: Der Befund, dass die AfD auch rechte Wähler anspricht, ficht
die Alternative für Deutschland und ihre Führungsmannschaft nicht einmal an. Diese nehmen ja gerade für
sich in Anspruch, als politische Kraft vermeintlich ganz neuen Typus neben den heimatlosen Konservativen und
enttäuschten Liberalen auch das diffuse Stimmenpotential der Unzufriedenen
rechts der Mitte bündeln und in ein konstruktives bürgerliches Projekt
überführen können. Die zentrale Frage aber, ob dieser Anspruch berechtigt ist,
ob die AfD also tatsächlich eine Partei neuen Typus ist und eine konstruktive
bürgerliche Alternative zu den „Altparteien“ darstellt oder ob sie nicht doch vielmehr
eine jener rechten, illiberalen und populistischen Sammlungsbewegungen ist, an
denen die deutsche Geschichte und die europäische Gegenwart so reich ist, ließ der
aufwendige Investigativ-Beitrag des Spiegel weitgehend ungeklärt.
Hier muss man fair sein: Die
Aufgabe einer solchen Fragestellung nachzugehen, sprengt den Rahmen einer
Zeitschriftenpublikation und sie verlangt weniger investigative Methoden als
vielmehr eine sehr ausführliche Dokumentation und Diskussion.
Dies alles aber kann letztlich nur im Zuge einer vertiefenden Monographie erfolgen.
Die Juristin und christliche Feuilletonistin Dr. Liane Bednarz sowie der Hamburger Publizist und liberale
Aktivist Christoph Giesa, der unter anderem durch seine Mitwirkung am Aufbau einer
deutschlandweiten Bürgerkampagne für eine Präsidentschaft von Joachim Gauck
auffiel, haben sich dieser Herausforderung angenommen und vor wenigen Tagen ein
Ebook mit dem andeutungsreichen Titel „Deutschland dreht durch“ auf den Markt
geworfen, das laut Verlagswerbung den Anspruch erhebt, mittels einer
„schonungslosen Analyse“ zu klären, was „wirklich hinter dem Mythos AfD
steckt“.
Diese etwas reißerische
Aufmachung scheint nicht unbeeinflusst von den Marketingstrategen
des Hanser-Verlages erdacht worden zu sein. Die bisherigen Publikationen von
Herrn Giesa und insbesondere von Frau Bednarz jedenfalls waren stilistisch
zurückhaltender, um nicht zu sagen konservativer, verpackt. Doch tatsächlich widmen sich die beiden
Autoren mit einiger Verve ihrem gemeinsamen Vorhaben, die AfD anhand
ausführlicher und origineller Dokumentation und Analyse ungeschminkt zu zeigen. Man könnte auch sagen: zu entlarven. Die vielfach plakatierte Aufforderung der AfD, doch endlich den "Mut zur Wahrheit" zu haben, scheinen sich die Autoren zum Leitspruch erkoren zu haben. An diesem Anspruch muss sich ihrer Ansicht nach auch die AfD selbst messen lassen. Das erscheint angemessen.
Originell ist der Zugriff auf ein reiches Datenmaterial nicht zuletzt deshalb, weil das
Autorenpaar insbesondere auf Zitate und Quellen aus den sozialen Medien
zurückgreift. Hierfür bedurfte es übrigens keiner investigativen Methoden. Mit
bemerkenswerter Offenheit und sichtbar für Millionen Nutzer dieser Massenmedien
offenbart sich auf Facebook und Twitter eine AfD, die sich nicht einmal Mühe
gibt, eine wie auch immer geartete Abgrenzung nach rechts auch nur
vorzutäuschen. Über den Untersuchungsgegenstand hinausgehend erwächst aus
Bednarz und Giesas innovativem Buchprojekt die Einsicht, dass
populärwissenschaftliche Sachbücher und auch die wissenschaftliche
Parteienforschung ohne eine sorgfältige Recherche in den sozialen Netzwerken
nicht mehr auskommen werden.
Einen strikt wissenschaftlichen oder
objektiven Standpunkt nehmen die Autoren hingegen nicht ein und damit gehen sie
auch völlig offen um. Bereits im Vorwort bekennt sich Herr Giesa zum politisch
organisierten Liberalismus und Frau Bednarz zu einem katholisch-zentristischen
Konservatismus. Eben dieses Bekenntnis verleiht den Autoren eine gewisse Glaubwürdigkeit
im doppelten Sinne: Nicht nur klären sie damit ihren ideologischen Standpunkt,
was man sich auch von anderen Autoren populärwissenschaftlicher politischer Sachbücher
wünschen würde, sondern geben sich zudem als geradezu prototypische Vertreter eben
jener Milieus zu erkennen, für welche die AfD zu sprechen vorgibt. Gewissermaßen
suchen die beiden Autoren also auch eine direkte Ansprache an die AfD, der sie
ein „Nicht in meinem Namen!“
entgegenschleudern und zudem dem nicht selten geäußerten Anwurf vorbeugen, dass
jede Kritik an der (gegenüber Kritik äußerst dünnhäutigen) AfD ein perfides Komplott
des vermeintlich so linksgrünen und kulturvergessenen Medien-Mainstream sei.
Der Hauptteil des Buches ist
gegliedert in fünf Kapitel. Jedes dieser Kapitel beschäftigt sich mit einem
„Mythos“ respektive mit einem Element des bürgerlichen, konservativen,
wirtschaftsliberalen oder gar bürgernah-innovativen Bildes, das die AfD von
sich selbst zu vermitteln sucht. Hier
setzen Bednarz und Giesa den richtigen Schwerpunkt: Vor allen anderen
naheliegenden Themen widmen sich die Autoren dem „Mythos“, die AfD sei eine
Partei neuen Typs. Um zu belegen, dass diese - ohnehin reichlich unbescheidene
- Selbstetikettierung letztlich nur die Schutzbehauptung einer „hellblau
lackierten Rechtsaußen-Partei“ ist, bieten Bednarz und Giesa einige frappante
Einblicke in die reaktionäre und intolerante Geisteshaltung ausgewählter
AfD-Spitzenfunktionäre an und betreiben hier sogar ein Stück weit sogar
Diskursanalyse.
So zeigen die Autoren anhand zahlreicher und in jeder Hinsicht breit gestreuter Funde doch recht überzeugend, wie nahtlos seitens der AfD
an die Gedankenwelt und die Sprache der Neuen Rechten (und teils auch der alten
Rechten) angeknüpft wird. Dies beispielsweise durch den seltsam vordemokratisch
anmutenden Anspruch, im Besitz einer allgemeingültigen „Wahrheit“ zu sein und
allein den Mut zu haben, diese auch auszusprechen. Im Gegenzug zu allen anderen
„Altparteien“ spreche man „Klartext“ (eine Lieblingsvokabel rechter und
rechtsextremistischer Parteien und Vereinigungen), wobei man sich eine Phalanx
linker und verweichlicht bourgeoiser Manipulatoren in Regierung und Medien zu
erwehren habe.
Tatsächlich rekurriert die AfD mitunter
erstaunlich eindeutig auf die altbekannte manichäische Weltsicht des Schwarz-Weiss,
mittels welcher sich ein sehnsuchtsvoll beschworenes authentisches, ethnisch
homogenes aber eben leider von international vernetzten Eliten entmündigtes
Volk von all seinen Feinden unterscheiden lässt. Dieser düstere Verschwörungsdiskurs
über ein dem Menschen entfremdetes „System“, das unverhohlene Ausgreifen auf
Ressentiments gegen Minderheiten sowie die Ablehnung von Egalität, Emanzipation
und Multikulturalismus ist ganz offensichtlich alles andere als originell. Die
vermeintlich innovative Partei der „schweigenden Mehrheit“ geriert sich
vielmehr ziemlich schamlos und unverhohlen als Partei der Reaktionäre und
Ewiggestrigen.
Eine noch tiefer gehende
ideengeschichtliche Beschreibung dieses immer noch allzu fruchtbaren Nährbodens
aus Verschwörungstheorien und völkisch-nationalistischen Versatzstücken wäre
verdienstvoll gewesen. Auch ein Abgleich mit dem zeitgenössischen
gesamteuropäischen Kontext hätte Einsichten vermitteln können, die über den
eigentlichen Untersuchungsgegenstand hinausreichen. Die Argumentation der
Autoren, wonach man es im Falle der AfD keineswegs mit einer Partei neuen Typus
zu tun habe, verfängt aber nicht zuletzt angesichts der von Bednarz und Giesa
angebotenen detailsatten Einblicke in die Denkstrukturen führender AfD-Kader
auch ohne diese theoretische Einbettung. Jedoch wäre es für den Leser durchaus
luzide gewesen, wenn sich die Autoren nicht nur den kruden Thesen und wirren Biographien
von ziemlich offensichtlichen Rechtsauslegern wie Björn Höcke und Frauke Petry gewidmet
hätten, die vielfältige Verbindungen zu fragwürdigen Milieus kultivieren, sondern
auch den Weg der vermeintlich bürgerlichen Exponenten der AfD nachgezeichnet
hätten. Besieht man sich beispielsweise die politischen Aktivitäten von AfD-Professoren
wie Schachtschneider und Starbatty genauer, so stößt man auf einen bizarren politischen
Wanderzirkus, der seit Jahren von einer rechtspopulistisch-europakritischen
Veranstaltung zur anderen zieht. Neben zahlreichen Vorträgen bei rechten
Burschenschaften und verschwörungstheoretischen Zirkeln haben sich die beiden
schon bei einem anderen untergegangen rechtspopulistischen Projekt engagiert, dem
„Bund Freier Bürger - BfB“. Schachtschneider agierte auch als prominentes
Aushängeschild der „Auslandsfreunde der Haider-FPÖ“ und trat erst im Jahr 2014
zusammen mit Thilo Sarrazin in einem Werbefilm der FPÖ auf (http://derstandard.at/1399507730455/FPOe-Werbefilm-mit-Thilo-Sarrazin-zur-Demokratie-unter-Druck).
Im Sächsischen Landtag agierte er auf Einladung der NPD als Sachverständiger.
Angesprochen auf rechte Untriebe reagieren die Gelehrten bereits übrigens seit
Jahren mit der vertraut klingenden und reichlich holprigen Ausrede, ihnen seien keine rechten Untriebe aufgefallen und wenn das widerlegt wurde, dann handele hierbei sich um (surprise, surprise) bedauernswerte Einzelfälle. Das ist so wenig glaubwürdig wie
originell. Oder um mit Giesa/Bednarz zu sprechen: Keine Apologie neuen Typs.
Es kann also kaum überraschen, dass
Bednarz/Giesa im Anschluss an die Offenlegung der schlecht getarnten Identität
der AfD als rechte Sammlungsbewegung auch das AfD-Narrativ von den angeblich
nur wenigen bedauernswerten „Einzelfällen“ dekonstruieren. Wie überaus verlogen
die AfD-Führung hinsichtlich der mittlerweile zahllosen „Einzelfälle“ agiert,
lässt sich daran ablesen, wie Ordnungs- und Ausschlussverfahren gegen allzu
offen rassistisch und rechtsextremistisch auftretende Parteimitglieder
verschleppt werden. Wer sich durch extremistische Ausfälle bis auf die Knochen blamiert, der muss in einigen
Landesverbänden gegebenenfalls für einige Zeit ins zweite Glied zurücktreten und im
Extremfall vielleicht sogar die formale Eröffnung eines Parteiordnungsverfahrens
ertragen. Härteres droht den Hasspredigern aber selten. Wie Bednarz/Giesa anhand
zahlreicher Beispiele darlegen, werden die Verfahren in der Regel nicht
weiterverfolgt und auch bekennende Rechtsausleger können sich meist wieder bald dem AfD-Wahlkampf bei den
lieben Kameraden widmen.
Eine konsequente Abgrenzung
gegenüber Rechtsextremisten, Rassisten und selbst gegenüber rot-brauen
Verschwörungstheoretikern findet nicht statt. Das Gegenteil ist der Fall. Diese
Milieus werden nunmehr auch von Teilen der ersten Garde der AfD aktiv umworben.
So besuchte der AfD-Vize Alexander Gauland nicht nur eine Demonstration der
fremdenfeinlichen Pegida-Bewegung, sondern schreckte nicht einmal davor zurück,
einen Namensbeitrag für die Februar-Ausgabe des Magazins COMPACT des
notorischen Verschwörungstheoretikers Jürgen Elsässer beizusteuern. Dieser
setzt sich bereits seit längerem für eine "Querfront" zwischen
extremen Linken und rechten Nationalisten ein. Ein Projekt für einen neuen
nationalen Sozialismus, dem der frühere Christdemokrat Gauland scheinbar offen
gegenübersteht. In der gleichen Ausgabe von COMPACT findet sich übrigens ein
Interview mit dem bereits erwähnten Thüringer AfD-Chef Höcke. Elsässer und der
von ihm kultivierte Sumpf sehen in der AfD offenbar eine echte Verheißung und
Chance, ihren wirren Ideen Resonanz zu verschaffen.
Tatsächlich wirkt die AfD
innerhalb der gesamten rechten, nationalistischen und islamkritischen Szene wie
ein Magnet. Ob einschlägige Publikationen, notorische Burschenschaften, die
krude Bewegung der „Identitären“, Pegida oder selbst die gewalttätigen
„Hooligans gegen Salafismus“, die eine Lobeshymne der Hamburger
AfD-Mitbegründerin Tatjana Festerling ernteten, die AfD hat offenbar
überall im rechtsnationalistischen Dunstkreis Anschluss gesucht und gefunden. In diesem Zusammenhang wäre es auch interessant gewesen, den Aufstieg der AfD mit dem Abstieg der NPD in einen
Kontext zu setzen, denn das etwas ambivalente Verhältnis der beiden Parteien
zueinander scheint mehr als interessant. Nachdem die AfD in Wahlkämpfen eine
ganze Reihe von NPD-Plakaten praktisch plagiiert hatte, baten die NPD-Rechtsextremisten
insbesondere in den neuen Bundesländern eindringlich darum, doch bitte
weiterhin das nationaldemokratische Original zu wählen und nicht die hellblaue
Kopie.
Tatsächlich wirkt die bürgerliche
Selbstdarstellung der AfD mittlerweile wie eine lieblos angestrichene und brüchige
Fassade. Sieht man Lucke, Gauland und Konsorten das bürgerliche Publikum
umschmeicheln und angesichts der Zustände in ihrer eigenen Partei die
Ahnungslosen spielen, so drängt sich nicht nur das Bild vom Wolf im Schafspelz
auf. Vielmehr denkt man angesichts der in „Deutschland dreht durch“ zusammengetragenen
Fakten auch an den Typus des „Zwangsdemokraten“, den der unlängst verstorbene
Ralph Giordano mit Blick auf die deutsche Nachkriegsgesellschaft skizzierte. Der
Zwangsdemokrat hält in der Öffentlichkeit mühevoll an sich. Er mimt den braven
Demokraten und Biedermann, doch nur aus opportunistischem Kalkül. Im
öffentlichen Diskurs übertüncht er seine archaisch-autoritären Denkstrukturen
mit verschwurbelten aber andeutungsreichen Aussagen, die von seinen unappetitlichen
und weniger disziplinierten rechten Glaubensgenossen aber durchaus wiedererkannt
werden. Unter Kameraden aber bricht aus dem
Zwangsdemokraten der alte Menschenhass doch immer wieder heraus.
Tatsächlich scheint es vor allem
vom jeweiligen Publikum abzuhängen, ob sich die AfD zumindest bemüht, sich als bürgerliche
Partei zu gerieren oder ob sie sich ganz offen zu ihrer mittlerweile
eingenommenen Rolle als rechte und illiberale Sammlungsbewegung bekennt. So steht am Ende der lektüre von "Deutschland dreht durch" das traurige Bild einer Partei, die „Mut zur Wahrheit“ propagiert,
sich aber nicht einmal getraut, selbst in den Spiegel zu blicken. Denn in diesem Spiegel
sähen die Spitzenfunktionäre und Unterstützer der AfD eine rechtspopulistische,
hierarchisch geführte und sich selbst stetig weiter radikalisierende Partei,
die gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, destruktiver Politikverweigerung
und nationalistischem Furor eine politische Heimstatt bietet.
Nur ein „bedauerlicher Einzelfall“ ist die AfD tatsächlich nicht. Die AfD ist vielmehr eine jener rechten und populistischen Parteien, wie es sie nicht nur in Österreich, Frankreich, Italien und Belgien gibt, sondern seit Ausbruch der Euro-Krise auch in Griechenland. Und es bedarf tatsächlich nicht investigationsjournalistischer Methoden, um dies nachzuzeichnen. Es wird in Zukunft vor allem von liberalen und aufgeklärten konservativen Meinungsbildnern abhängen, dieser AfD den Spiegel vorzuhalten. Frau Bednarz und Herr Giesa haben hier einen sehr brauchbaren ersten Aufschlag abgeliefert.
Nur ein „bedauerlicher Einzelfall“ ist die AfD tatsächlich nicht. Die AfD ist vielmehr eine jener rechten und populistischen Parteien, wie es sie nicht nur in Österreich, Frankreich, Italien und Belgien gibt, sondern seit Ausbruch der Euro-Krise auch in Griechenland. Und es bedarf tatsächlich nicht investigationsjournalistischer Methoden, um dies nachzuzeichnen. Es wird in Zukunft vor allem von liberalen und aufgeklärten konservativen Meinungsbildnern abhängen, dieser AfD den Spiegel vorzuhalten. Frau Bednarz und Herr Giesa haben hier einen sehr brauchbaren ersten Aufschlag abgeliefert.