Dienstag, 31. Mai 2016

Die AfD fremdelt mit Deutschland

Die AfD kann die Nationalelf nicht lieben. Das wissen wir jetzt und das war auch zu erwarten. Das größere Problem ist, dass die angeblichen Patrioten Deutschland selbst nicht lieben können. Zu diesem Deutschland in seiner realen Ausprägung, mit seinen Menschen, seinem im Grundgesetz festgeschriebenen Wertekanon samt Bekenntnis zur Religionsfreiheit und zur europäischen Einigung, seiner festen Verankerung im Westen und nicht zuletzt seiner ziemlich kompromisslosen Aufarbeitung deutscher Schuld im Nationalsozialismus können sich die Rechtsalternativen nicht bekennen. Dieses reale Deutschland ist ihnen fremd und letztlich zutiefst zuwider. Stattdessen phantasiert die AfD von einem alternativen Mythen-Deutschland, dass es nicht gibt, nicht geben wird und so, wie es sich Gauland und Storch imaginieren, auch in der Vergangenheit nie gegeben hat. Die zum Ausdruck gebrachte Abneigung der AfD gegen die deutsche Nationalmannschaft gilt pars pro toto und steht damit für die größere Einheit, welche durch die Nationalmannschaft repräsentiert wird: Deutschland.