Montag, 13. Juli 2015

Kein schlechter Tag für Europa

Europa hat sich nicht erpressen lassen. Die Radikalen in der griechischen Regierung mussten weichen. Trotz allen Anfeindungen haben die Europäer gemeinsam nach einer Antwort auf eine gemeinsame Bedrohung gesucht und diese letztlich auch gefunden. Der nun gefundene Kompromiss kann (und muss) integraler Bestandteil einer Gesamtlösung der Krise werden, wenn nun endlich Schritte zu einer vertieften politischen Union unternommenen werden, welche die Währungsunion ergänzen und vollenden. Geteilte Verantwortung und geteilte Risiken gehören dazu. Für den Moment hat Europa seine Einigkeit gewahrt und verteidigt. Die bereits gekühlten Sektflaschen im Kreml und in den Parteizentralen der rechten und linken Extremisten werden heute nicht geöffnet werden. Es gab schon schlechtere Tage für Europa.