Dienstag, 31. März 2015

Gauweiler tritt zurück

Seit seinem Amtsantritt setzt Seehofer immer wieder darauf, rechtspopulistische Geschmacksmuster mit Stammtischparolen zu bedienen. Gauweiler passte in diese Strategie. Im Jahr 2009 sollte er nach dem Willen Seehofers gar Spitzenkandidat der CSU für die Europawahlen werden und mit nationalkonservativer EU-Kritik Stimmen für die in den Landtagswahlen des Vorjahres deklassierten Christsozialen holen. Gauweiler jedoch hatte dazu keine Lust. Die Rolle als frei schwebender Radikaler gefiel ihm einfach besser. Auch in den Folgejahren ließ sich Gauweiler von Seehofer nie so kontrolliert vor den Karren spannen, wie dieser sich das vorgestellt hatte. Gauweiler blieb unberechenbar. Bis zu diesem Schluss.