Mittwoch, 18. März 2015

Angriff auf EZB - In Kern und Methode totalitär


Im Gegensatz zu den breit aufgestellten Bürgerbewegungen gegen Rassismus und Gewalt ist der sogenannte "Widerstand" gegen die EZB nicht bunt. Die Gewalttäter sind schwarz uniformiert wie die SS, sie tragen Gesichtsmasken wie normale Verbrecher. Ganz unbeabsichtigt ist das offensichtlich nicht und man fragt sich doch, wer (personell) oder was (inhaltlich) die örtliche NPD davon abhalten sollte, mit vollem Einsatz und aus tiefster Überzeugung an dieser Orgie der Zerstörung und Gewalt teilzuhaben. Denn der weder spontane noch durch ein konkretes politisches Ereignis ausgelöste Angriff auf die EZB ist in seinem Kern und in seinen Methoden totalitär. Sein Ziel ist nicht ohne Zufall eine (trotz aller berechtigten Kritik an Einzelentscheidungen) funktionierende europäische Institution. Europa aber als westlich-liberales Projekt, als Raum der Freiheit, als Antwort auf die Globalisierung und nicht zuletzt als Gegenmodell zu autoritären Herrschaftsmodellen in der Welt ist das gemeinsame Feindbild all jener, die auch mit brutaler Gewalt und Intoleranz vorzugehen bereit sind, um ihren Anspruch auf totalitäre Menschheitsbeglückung durchzusetzen.