Sonntag, 4. Januar 2015

Was bleibt von diesem Jahr?

Was bleibt von diesem Jahr? In vielfacher Hinsicht ist die Bilanz für 2014 ernüchternd. Der Krieg ist zurück in Europa und der Hass ist zurück auf Deutschlands Straßen. Rassenwahn, Antisemitismus, Nationalismus, Grenzveränderungen mittels militärischer Gewalt und die brutale Unterdrückung Andersdenkender und Andersgläubiger, all das schien durch gesellschaftliche Konventionen und internationale Verträge geächtet. Im vergangenen Jahr jedoch bestimmten diese Übel die Nachrichtenlage. Viele Menschen wurden zeitweise erfasst von einem Gefühl der Ohnmacht.
Die Zeichen der Zeit scheinen widrig. Es ist kälter geworden. In Deutschland, in Europa, in der Welt. Den genannten Entwicklungen jedoch mit Fatalismus, Zynismus oder mit einem Rückzug ins Apolitische zu begegnen, würde uns in die Irre führen und letztlich ins Verderben.Vieles muss 2015 besser werden. Ob das gelingt, hängt von Menschen ab, die guten Willens sind. Vieles, was längst erreicht schien, muss von diesen Menschen bewahrt und verteidigt werden. Ihre Zahl soll im kommenden Jahr wachsen und auch ihr Mut. Möge 2015 ein Jahr sein, das Fortschritt und Freiheit für alle Menschen bringt. Es liegt an uns.