Dienstag, 4. November 2014

Gysi und Gauck

Wenn ausgerechnet der letzte Vorsitzende der SED (Gregor Gysi) ausgerechnet den heute bekanntesten DDR-Bürgerrechtler und den zugleich ersten demokratisch gewählten Bundespräsidenten aus Ostdeutschland (Joachim Gauck) ermahnt, "den Willen der Ostdeutschen (sic!) zu akzeptieren", dann trägt das durchaus Züge von grotesker Komik. Es zeugt aber auch von einer gewissen Gehässigkeit und Perfidie, die Gysi in den vergangenen 25 Jahren nie ganz ablegen wollte und angesichts der Traditionslinien und Grundüberzeugungen der von ihm Partei wohl auch nicht ablegen konnte.