Donnerstag, 25. September 2014

Eine gemeinsame Antwort auf Putin

Die alarmierenden Meldungen aus dem Baltikum häufen sich. Entführung von Geheimdienstlern, aufgebrachte Fischerboote, Cyberattacken. Was zu befürchten war, tritt nun also ein: Putin zündelt nun direkt an der EU-Außengrenze. 

Die nach dem Abzug der USA aus Europa entstandene strategische Lücke, die nach 1990 nur durch eine politische Einigung Europas mitsamt international handlungsfähiger Institutionen und militärischer Kapazitäten hätte gefüllt werden können, klafft weiter offen. 

Wenn Europa seine Kapazitäten nicht endlich bündelt, steht die nächste existentielle Krise vor der Tür und zwar ohne dass die bisherige überwunden wurde. Nationale Außen- und Sicherheitspolitiken erscheinen da nur noch anachronistisch. Entweder Europa wird eine gemeinsame Antwort auf Putin finden oder gar keine.