Mittwoch, 31. Oktober 2012

Reformationstag


"Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir, Amen".

Martin Luthers Worte am Ende seiner Rede auf dem Reichstag 1521 in Worms erinnern uns, dass der Reformationstag nicht nur für Bekennermut im Angesicht der Macht steht. Dieser Tag steht für eine Haltung und die Überzeugung, dass individuelle Gewissensentscheidungen, die jeder Mensch in der Freiheit seines Gewissens selbst fassen muss, ein unbedingtes Gebot für unser Handeln darstellen. Das individuelle Gewissen des Menschen wiegt demnach ungleich mehr als die Unterwerfung unter Autoritäten und Dogmen, die dem Menschen seine moralische Verantwortung, nur aus dem eigenen Gewissen (und niemals gegen sein Gewissen) zu handeln, nicht abnehmen können. 

Freiheit und Gewissen. Ein ewiges Thema. Der Reformationstag darf uns - im besten ökumenischen Sinne -alle daran erinnern.