Montag, 15. Oktober 2012

Friedensnobelpreisträger

Sehr geehrter Herr Bundesinnenminister Friedrich, Asylbewerber zu kriminalisieren und die Wiedereinführung von Visumspflichten auf europäischer Ebene zu fordern, mag Teil Ihrer Wahlkampagne sein. Für Deutschland und für Europa ist dieses Verhalten jedoch unwürdig. Die Europäische Union hat den Friedensnobelpreis erhalten, weil sie die Heimstatt von Frieden und Freiheit ist und die Menschenrechte schützt. Dieser Preis stellt eine Verpflichtung für uns alle dar. Auch für Sie. 
In diesem Sinne: Bitte verhalten Sie sich wie ein Friedensnobelpreisträger und nicht wie ein Rechtspopulist.
Diese Forderung trifft aber auch die Sozialdemokratie, denn CSU, CDU und SPD sind sich in dieser Thematik offenbar schrecklich einig. Im Schulterschluss forderten die deutschen Innenminister (alle von Union und SPD) die Aussetzung der Visafreiheit für Serbien und Mazedonien. Das alles wegen ein paar tausend Menschen, die Zuflucht vor Diskriminierung suchen. Quo vadis, SPD?