Freitag, 15. Juni 2012

Iran, Russland und der Westen

"Seit Anfang des Jahres hat Iran 40 Prozent weniger Öl exportiert, meldet die Internationale Energieagentur. Dies deutet darauf hin, dass die Sanktionen gegen das Land wirken." So meldet es die FAZ mit Berufung auf die International Energy Agency (IEA).

Das ist eine gute Nachricht und ein Beleg für die Richtigkeitdes westlichen Ansatzes des "containment" anstelle der wohl unvermeidlichen "Apocalypse Now" eines Militärschlages. Der Iran kennt nun den Preis, den seine forcierten Nuklear- und Raketenprogramme das Land kosten. Will der Iran seine wirtschaftlichen Entwicklungschancen wahren, muss Teheran an den Verhandlungstischen mit substanziellen Zugeständnissen aufwarten.

Selbst China hat den Iran inzwischen zu Flexibilität im Hinblick auf sein Atomprogramm aufgefordert. Nun ist aber auch Putins Russland gefordert, endlich seiner Verantwortung als gerecht zu werden und Iran seine Grenzen aufzuzeigen. Dies gilt nicht nur im Bezug auf die iranischen Nuklear- und Raketenprogramme, sondern auch hinsichtlich des Einsatzes der iranischen Revolutionsgarden bei der Niederschlagung der Proteste in Syrien. Findet Russland nicht zu einer halbwegs konstruktiven Rolle zurück, fällt es als strategischer Partner aus.