Montag, 22. November 2010

Enteignungspartei?

Auf WELT-Online liest man: "Die Grünen entwickeln sich zur Enteignungspartei - Der linke Grünen-Flügel triumphiert. Die Vorstellungen zur Bürgerversicherung sind ein Anschlag (sic!) auf die Mitte der Gesellschaft"

Bei allem Respekt: Ging das nicht vielleicht eine Nummer kleiner? Selbst der Welt-Redaktion muss doch aufgefallen sein, dass in sieben Jahren grüner Regierungsbeteiligung weder der Kapitalismus geschleift wurde noch das christliche Abendland untergegangen ist. Auch dem "Enteignet Springer" einiger lautsprecherischer 68er ist nichts gefolgt.

Folgerichtig denken nicht nur Leser der Welt beim Thema "Enteignungen" weniger an Joschka Fischer als vielmehr an die CDU von Helmut Kohl, Wolfgang Schäuble und Lothar de Maiziére. Damals hatten Redakteure der Welt die manipulativen Falschaussagen der Regierung Kohl in Sachen "Enteignungen in der SBZ" noch mutig benannt. Tempi Passati! Es bedurfte nur einiger Ordnungsrufe aus den Reihen der Beteiligten und das Thema wurde ad acta gelegt. Insgesamt schade!

Übrigens, die CDU-geführte Regierung plant aktuell wieder Enteignungen - im Wendland...Die Grünen sind nicht dafür!