Freitag, 3. September 2010

Dobrindt findet Inspiration durch Sarrazin

Die Bundeskanzlerin hat sich in einem Interview mit der türkischen Tageszeitung "Hürriyet" ausdrücklich von Sarrazin sowie von dessen teils unsinnigen, aber vor allem durchgängig geschmacklosen Äußerungen distanziert. Für Deutschlands Ansehen in der Welt war diese symbolträchtige Geste Merkels der geeignete Schritt!

Doch im Gegensatz zur CDU werden die Thesen Sarrazins an der CSU-Spitze leider von den meisten geteilt oder zumindest goutiert. Kaum einer aus der CSU-Führung wollte sich gegen Sarrazins Thesen äußern. Schließlich musste der (selbst rechtspopulistische) Alexander Dobrindt zur Jagd getragen werden. Dobrindt konnte nur müde einwerfen, dass Sarrazin "einen Knall" habe.

Nun sagt das Dobrindt über jeden Sozialdemokraten. Warum genau er in diesem besonderen Falle der Überzeugung sei, dass Sarrazin sich im Unrecht befinde, wollte und konnte Dobrindt nicht sagen. Dafür griff Dobrindt jedoch sofort begierig die Kritik Sarrazins an dem "mangelnden Integrationswillen von türkischstämmigen und muslimischen Migranten" auf und war wieder bei seinem Lieblingsthema: Den Türken!

Sarrazins Buch dürfte in der CSU-Landesleitung bald zur Pflichtlektüre erklärt werden.