Dienstag, 7. September 2010

Brandenburg - Die rot-rote Landesregierung zwischen Sachsenhausen und Kyritz

Die nationalsozialistischen Konzentrationslager auf dem Boden der SBZ (und späteren DDR) wurden von 1945-50 von der Sowjets und den von ihnen eingesetzten kommunistischen Machthaber der KPD/SED weitergenutzt, um Opposition gegen die erneute Gewaltherrschaft zu neutralisieren.
Liberale, Geistliche, Adelige, Unternehmer, Grossbauern, Zeugen Jehovas, Sozialdemokraten, die sich der Zwangsvereinigung widersetzten, aber auch kommunistische "Abweichler" wurden in den Lagern inhaftiert. Einige der Opfer aus dem Umkreis des 20. Juli 1944 waren bereits von den Nazis interniert worden.
Interniert wurden auch die Menschen, die mittels der sogenannten "Bodenreform" enteignet worden waren. Der Vizepräsident der thüringischen Regierung Max Kolter (CDU) starb in sowjetischer Haft, in die er wegen des Widerstandes gegen die Zwangskollektivierung der landwirtschaftgekommen war.
Nur zwei Tage, bevor Brandenburgs Kultusministerin Münch (SPD) in Sachsenhausen den Opfern des Stalinismus gedachte, feierte die märkische Linkspartei lieber den Beginn eben dieser Bodenreform mit einem Festakt im nur 85 km von Sachsenhausen entfernten Kyritz/Mark Brandenburg.
Herzlichen Glückwunsch zu dieser Arbeitsteilung!