Mittwoch, 16. Juni 2010

Kraffts Totalversagen in NRW

Was Hannelore Krafft in NRW bietet, unterbietet vieles. Auch nachdem Ministerpräsident Rüttgers ihr das Gymnasium quasi zum Frass vorgeworfen hatte, fand sie nicht den Weg in eine Große Koalition. Ihr Ego stand dabei im Weg, denn Karfft wolllte beides: Schulreform und Rüttgers Kopf. Nun will Krafft ihren Obstruktionskurs wohl aus der Opposition heraus verfolgen. Das bevölkerungsreichste Bundesland bleibt inmitten einer Wirtschafts- und Vertrauenskrise derweilen ohne Regierung. Das kann getrost verantwortungslos genannt werden.

Authentisch empfundene Leidenschaft kann auch aus durchschnittlichen Politikern sehr gute und erfolgreiche Wahlkämpfer machen. Mitunter leidet unter einem solch unerwarteten Erfolg jedoch die Selbstwahrnehmung des Kandidaten. Durch dauerhafte (und sich langsam verselbstständigende) Autosuggestion verwandelte sich im gegebenen Fall gesundes Selbstbewußtsein in ein- nahezu obsessives -messianisches Sendungsbewusstsein. Ein solcher Mangel an Realismus und Demut verhindert aber zuverlässig die Transformation eines lautsprecherischen Kandidaten in einen Staatsmann oder eine Staatsfrau.

Das durch profane "Präpotenz" hervorgerufene Totalversagen von Frau Krafft als verantwortungsvolle Politikerin könnte einen wesentlichen Beitrag zum Entstehen einer veritablen Staatskrise in Deutschland darstellen.